Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) 

Biologie:

Die Arbeiterinnen sind rund 4 mm lang und einheitlich dunkel gefärbt. Die Schwarzgraue Wegameise ist in der Schweiz weit verbreitet. Im Haus treten neben holzzerstörenden Ameisenarten wie der Rossameise und Hygieneschädlingen wie der Pharaoameise vor allem auch solche Ameisen auf, die unsere Wohnungen lediglich auf der Suche nach Nahrung betreten.

Es handelt sich um einen sehr anpassungsfähigen Kulturfolger, der in Städten, Parks, Gärten, Wiesen und Ackerland weit verbreitet ist. Ältere Kolonien können mehrere 10.000 Arbeiterinnen enthalten. Allerdings lebt in jedem Nest immer nur eine einzige Königin. Die Nester werden z. T. in morschem Holz, meist jedoch im Boden angelegt. Im Sommer ernähren sich die Tiere zum grossen Teil von den Ausscheidungen diverser Pflanzensaftsauger wie z. B. Blattläusen - dem sog. Honigtau.

 

Die Arbeiterinnen suchen Wohnungen besonders häufig im Frühjahr auf, wenn die Nahrung im Freiland noch knapp ist. Hierbei sind auch Wohnungen, die im zweiten oder dritten Stock liegen, nicht vor den Ameisen sicher. Falls auf diesen Streifzügen eine ergiebige Nahrungsquelle ausfindig gemacht wird, kann recht schnell eine dicht belaufene Ameisenstrasse zwischen Nest und Futterquelle entstehen. Im Garten kann die Art unangenehm auffallen, wenn sie ihre Nesthügel in Rasenflächen oder Beeten anlegt, bzw. Terrassen oder gepflasterte Wege unterhöhlt. Indirekt schadet die Schwarze Wegameise auch Kulturpflanzen, indem sie die dort lebenden Blattläuse betreut und schützt.

 


» Pharaoameise (Monomorium pharaonis)
» Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum)

 

 

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