Pharaoameise (Monomorium pharaonis) 

Biologie:

Die nur rund 2 mm langen Tiere sind gleichmäßig hellbraun gefärbt. Pharaoameisen stammen ursprünglich aus den Tropen und Subtropen und können den Winter in unseren Breiten nur in beheizten Gebäuden überleben.
Bei der Pharaoameise handelt es sich um eine Art mit extrem kleinen Arbeiterinnen.

Die Pharaoameise bevorzugt warme Plätze mit einer Durchschnittstemperatur von mehr als 26°C. Regelmässig werden lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gaststätten oder gar Krankenhäuser besiedelt, wo die Tiere gefährlich werden, da sie eine Vielzahl von Krankheitskeimen übertragen können. Nachgewiesen wurden u. a. die Übertragung von Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken. Ernstzunehmende wirtschaftliche Schäden richten die Tiere an, wenn sie in elektrische Geräte wie PCs eindringen und es dadurch zu Kabelbränden kommen kann.

Die Kolonien der Pharaoameise bestehen aus einer Vielzahl von Arbeiterinnen und bis zu 2.000 Königinnen. Die Koloniegründung erfolgt meist durch die Bildung von Zweignestern. Die Ernährung der Art ist ausgesprochen vielseitig. Es werden sowohl eiweisshaltige, als auch kohlehydratreiche Nahrungsquellen genutzt. Aufgrund der Winzigkeit der Arbeiterinnen wird ein Befall meist erst dann erkannt, wenn die Tiere in Massen auftreten. Die Verschleppung kleiner Völker kann z. B. durch Lebensmittel, Tierfutter oder sogar Wäsche aus der Wäscherei erfolgen. Bekämpfungsmassnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum behandelt wird und so einer Neuinfektion vorgebeugt werden kann.

 

 

» Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger)
» Schwarzkopfameise (Tapinoma melanocephalum)

 

 

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